Padua

22. bis 25. Oktober 2020

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22. bis 25. Oktober 2020

15 Okt. 2019

DER STAMMESÄLTESTE

in: OLDTIMER UND ERSATZTEILE
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Der Club Officina Ferrarese stellt den renommiertesten, je vom Turiner Autohersteller erzeugten GT zur Schau. Ein leistungsstarkes Coupé, das sich zweifellos von der üblichen Fiat-Produktion unterscheidet.

Der von Fabio Luigi Rapi entworfene Fiat 8V oder „Otto Vù“ wurde im Februar 1952 der italienischen Presse vorgestellt und zum ersten Mal im darauffolgenden März auf dem Genfer Autosalon ausgestellt. Es handelte sich um ein leistungsstarkes Coupé, das in der GT-Klasse wetteifern sollte: Das 2-Liter-8V-Modell hob sich entschieden von der üblichen Fiat-Produktion ab, doch trotzdem wurde es von den Privatpiloten und italienischen Tunern gut aufgenommen, sodass es zum Auto wurde, das es in der  2-Liter-Klasse zu schlagen galt, auch dank der von Zagato oder Siato speziell angefertigten Ausführungen. Der Fiat V8-Motor rühmt sich einer V-Konfiguration mit 70 Grad und eines Hubraums mit 1996 cm³. Bei einer Drehzahl von 5600 Umdrehungen/Minute werden in der Standard-Konfiguration 105 PS (78 kW) erzeugt, mit zwei Weber 36 DCS-Doppelkörper-Vergasern, die eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h übertragen. Der Motor des Fiat 8V war und ist der einzige, von Fiat erzeugte 8-Zylinder-Motor. 

Der 8V wurde mit nur 114 Exemplaren produziert. Der vom Club Officina Ferrarese ausgestellte Fiat 8V, chassis 106.000008, ist das achte und älteste Produkt mit dieser Karosserieart. Er läuft am 5. März 1953 mit einer besonderen Ausstattung vom Band, da diese von Emanuele Filiberto Nasi, dem Sohn von Baron Carlo Nasi und Tina Agnelli, der Enkelin von Giovanni Agnelli, in Auftrag gegeben wurde.

Nachdem das Modell ein paar Mal den Besitzer wechselte, ging es bei der letzten Ausgabe des Mille Miglia-Rennens 1957 mit der Startnummer 319 und Antonio Siddi am Steuer (Leichtathlet und Bronzemedaille-Gewinner bei der 4x100-m-Staffel und Finalist bei der 4x400-m-Staffel der Olympischen Spiele 1948 in London) an den Start.